Einladung zur Einweihung der restaurierten Gessner-Säulen

Der erste Schritt ist getan: Zwei von insgesamt vier noch vorhandenen Säulen für Straßenschilder aus der Wilhelmshorster Gründerzeit sind fachgerecht restauriert worden.

Zusätzlich haben sie ein Schild für die Straßennamen erhalten, das nach einem historischen Muster rekonstruiert worden ist. Es handelt sich um die Säulen am Irissteig und am Fliederhang. Sie sind damit vor weiterem Verfall nachhaltig gesichert. Ein kleines Detail der städtebaulichen Anlage von Wilhelmshorst-Süd ist also für die Zukunft gerettet. Mit diesem denkmalgeschützten Kulturgut des Architekten Albert Gessner (1868‑1953) wird ein Stück Heimaterbe und Ortsidentität bewahrt.

Gessner-Schild, Foto: R. Paetau
Gessner-Schild, Foto: R. Paetau

Die Montage der Schilder möchten wir im Rahmen einer feierlichen Einweihung vornehmen. Diese bietet den willkommenen Anlass, uns bei den Förderern des Projekts zu bedanken. Zuallererst ist der Irissee-Anwohner Philipp Krentz zu nennen: Er hat das Projekt maßgeblich mit initiiert und voran getrieben. Das Untere Denkmalamt des Landkreises Potsdam-Mittelmark bedachte das Vorhaben mit einem Zuschuss.

Sodann fiel unser Spendenaufruf vom letzten Jahr 2020 auf einen fruchtbaren Boden. Den zahlreichen und teilweise großzügigen Spendern gebührt unser herzliches Dankeschön. Hervorzuheben ist auch die konstruktive Zusammenarbeit mit den handwerklich soliden Fachfirmen, so der „Roland Schulze Baudenkmalpflege“, den hiesigen „Wood-Brothers“, dem Malermeister Moisl aus Langerwisch und dem Wilhelmshorster Restaurator Olaf Schwieger, der scheinbar Unsichtbares sichtbar werden ließ. Nicht zuletzt möchten wir die gute Kooperation mit dem Bauamt der Gemeinde Michendorf erwähnen. Die Gemeinde ist Eigentümerin dieser denkmal-geschützten Objekte im öffentlichen Raum. Nutznießer sind letztlich wir Bürgerinnen und Bürger vor Ort sowie unsere Gäste.

Einweihungsfest am
Freitag, dem 4. Juni 2021 von 15 bis 18 Uhr
am Irissee / Irissteig (Rosenweg / Irisgrund)

Für die nächste Zukunft bleibt nun zu besprechen, wie wir mit den übrigen Gessner-Säulen und vor allem mit den beiden historischen Straßenleuchten an der ehemaligen Irisseeterrasse umgehen. Einige Ideen und Vorschläge hierzu gibt es bereits. Nach dem ersten möchten wir gerne auch die zweiten und dritten Schritte machen.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Und vielleicht ist bis dahin auch der Müll verschwunden, Foto: Volker Tanner

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. „Irissteig“ in Getrenntschreibung? Korrekt wäre es als ein Wort.

  2. Bei Eigennamen gibt es bekanntlich kein richtig oder falsch. Die Schreibweise richtet sich entweder nach praktischen Überlegungen oder variiert nach epochalen Vorlieben und Gewohnheiten (Beispiel: Carl und Karl). – Im vorliegenden Fall ist die zeitgenössische Schreibweise von Gessner übernommen worden gemäß dem von ihm beauftragten Parzellierungsplan für Wilhelmshorst-Süd um 1910. Näheres dazu in: Wilhelmshorster Denkmale und Erinnerungsorte (2019), S. 15.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox

Join other followers: