Körber-Kunst. Einblicke und Hintergründe zur neuen Wilhelmshorster Skulptur

Im April 2019 bot der Architekt und Künstler Professor Wolfgang Körber aus Solingen unserer Kommune eine Großskulptur als Geschenk an. Der Ortsbeirat Wilhelmshorst votierte einstimmig für die Aufstellung auf dem Goetheplatz. Die Gemeindevertretung Michendorf sprach sich mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Schenkungsvertrag aus.

Dieses Einvernehmen ist bemerkenswert. Es kommt nicht oft vor, dass einer Kommune ein Kunstobjekt dieser Größe und Bedeutung geschenkt wird. Seit dem 20. Dezember 2019 steht nun die filigrane Skulptur aus Aluminium auf dem Goetheplatz in der Sichtachse der Peter-Huchel-Chaussee.

Der 1934 hier geborene Körber erinnert sich dankbar an den Ort seiner Kindheit. Zugleich widmet er die Skulptur dem Andenken seines Vaters Erhard Körber, der in Wilhelmshorst seit 1932 rund 30 Wohnhäuser plante und baufachlich begleitete. Deshalb hat er die Skulptur in geometrischen Grundformen gestaltet und nennt sie „Das Werkzeug des Architekten“.

Gottesdienst auf dem Goetheplatz. Im Hintergrund ist die neu aufgestellte Skulptur sichtbar.

Wir möchten unseren Mitgliedern, den Spendern, Kommunalpolitikern und Kunst-Interessierten einen tieferen Einblick in den Kontext der Körber-Kunst allgemein und speziell zur Wilhelmshorster Skulptur geben. Der Vorsitzende des Vereins Ortsgeschichte wird Fotos zeigen, die er anlässlich des 85. Geburtstages von Herrn Körber in dessen Haus sowie im Solinger Stadtgebiet machen konnte. Auch der Aufbau unserer Skulptur vor Ort erlaubte gute Einblicke in die originelle Technik der Konstruktion und die aufwändige wie minuziöse Herstellung.

Die Bilder-Präsentation findet statt am

Donnerstag, 27. Februar 2020 um 18.30 Uhr

im Gemeindezentrum Wilhelmshorst,
Dr.-Albert-Schweitzer-Str. 9-11

Installation der Skulptur am 20. Dezember 2019

Erfahrungsgemäß sind Auffassungen über Kunst im öffentlichen Raum ebenso divers wie kontrovers. Das sollte als Chance begriffen werden, über unser Verhältnis zur Kunst in Geschichte und Gegenwart zu reflektieren: Etwa welchen Beitrag Kunst zum Ortsbild leisten kann? Wie wollen wir den öffentlichen Raum überhaupt gestalten? Eine Debatte über diese und weitere Fragen erscheint überfällig.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. oops .. und ich hoffe bei jedem Vorbeifahren darauf, daß “Rhönrad im Nebel” wieder entfernt sein wird. Wann wird das sein? Daß es zu unsererm wildromatischen, vom ganzen Layout her eher konsenservativen Ort nicht paßt, muß nicht erwähnt werden, oder?

  2. Vielleicht sieht die neue Skulptur im “wild”romantischen (soso), sicher beschaulichen und werte-konsens(?)-konservativen Wilhelmshorst für jemandem attraktiver aus, wenn man sie (die Skulptur) sich zu Fuss erschliesst und nicht nur daran vorbeifährt. Oder soll man sie rot anmalen, wie man es manchmal schamlos ;-)) mit stählernen Fahrrad-Ständer auf Bürgersteigen vor Bäckerläden oder gar Arztpraxen macht? Jaja, anscheinend passt oft etwas, das als “fremd” empfunden wird, nicht immer in manche auch geistige Landschaften. Auch Orte unterliegen ständigen Veränderungen und Wandlungen, wie uns die Geschichte lehrt, für die doch der Verein zumindest als Arbeits- und Sichtweise steht?

  3. Gehen Sie doch einfach mal unvoreingenommen auf Entdeckungsreise. Erkunden Sie die Skulptur aus der Nähe und sie wird eine interessante Raumwirkung für Sie entfalten. Sie ist aus verschiedenen geometrischen Formen (wie viele?) zusammengesetzt, die je nach Position des Betrachters dank ihrer Transparenz, immer wieder wechselnde Ein- und Durchblicke erlaubt und verschiedenartig gerahmte Bildebenen der Umgebung freigibt. Dadurch kommuniziert sie ständig mit dem Betrachter. Die Aluminiumprofile sind an den Knotenpunkten sehr präzise eingearbeitet. Ein geniales Kunstwerk.
    Freuen Sie sich doch über das Geschenk eines generösen Spenders.

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