30 Jahre „Mauerfall“: Dokumentarfilme von 1989/90 zur Region Potsdam von hiesigen Regisseuren

Zur Erinnerung an die säkularen Ereignisse von 1989/90 in der Region Potsdam werden zwei Filme aus dieser Zeit gezeigt.„Im Durchgang“ handelt vom Potsdamer Jugendlichen Alexander. Der DEFA- Regisseur für Dokumentarfilme Kurt Tetzlaff begleitete ausschnittartig den Jugendlichen vom Frühjahr 1989 bis Anfang 1990 filmisch in seinem alltäglichen Leben – und bewies damit großes Gespür für den sich wandelnden „Zeitgeist“.

Alexander ist ein 19jähriger Abiturient der EOS Helmholtz, Pfarrerssohn aus Brielow, handlungsaktiv, hoffnungsvoll und einer, der Neues ausprobieren möchte. Aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses äußert der Jugendliche sich vor der Kamera zu seinen Vorstellungen vom Leben, zu seinen Wünschen und Erwartungen an die Gesellschaft und den Staat der DDR im Jahr des Aufbruchs und späteren Umbruchs. Welche konkreten Erfahrungen und Erlebnisse Alexander in Potsdam macht, werden in diesem Film eindrucksstark gezeigt. Ein Fall, der exemplarisch für viele andere stehen kann.

Plakat: 30 Jahre Mauerfall
Plakat: 30 Jahre Mauerfall

Der Film „Mauerflug“ vom Frühjahr 1990 zeigt einen detaillierten Blick von oben
auf die ehemaligen Grenzanlagen zwischen Potsdam und West-Berlin bis zum
Brandenburger Tor. Die Aufnahmen machte der Wilhelmshorster Dokumentarfilmer Claus Mühle. Er flog in einem sowjetischen Hubschrauber (Mi 8) in 50 Meter Höhe über den ehemaligen „Eisernen Vorhang“ und hielt so die Weite und Ödnis des Grenzsystems unmittelbar nach Öffnung der Mauer fest. Viele von uns fragen sich heute: Wo genau stand eigentlich die Mauer? Denn es sind nur noch wenige Überreste im Original erhalten. Die Zeitzeugen von damals werden sich noch an dieses „Niemandsland“ erinnern, für später Geborene sind es unglaubliche Bilder aus einer fernen Zeit. Vor allem aber: Ohne den Mut einer größeren Zahl von DDR-Bürgern zur Selbst-Befreiung gäbe es das alles gar nicht!

Die beiden früheren DEFA-Mitarbeiter werden bei der Vorführung anwesend sein und kurze Erläuterungen zur Entstehung ihrer damaligen Projekte geben. Die Vorführung beider Filme dauert ca. zwei Stunden. Für ein angenehmes Durchhalten werden Wasser, Wein und Bier angeboten.

Zeit:                Freitag, 8. November 2019, 19 Uhr
Ort:                 Gemeindezentrum Wilhelmshorst/Dr.-Albert-Schweitzer-Str. 9-11

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