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	<title>Ortsgeschichte Wilhelmshorst &#187; Presse</title>
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	<description>der Wilhelmshorster Ortsgeschichte e.V.</description>
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		<title>Die Glocke war vor der Kirche da</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 08:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 75 Jahren wurde das Wilhelmshorster Gotteshaus eingeweiht – die Christen im Ort mussten lange daum kämpfen. Andernorts sind die Kirchen der weithin sichtbare Blickfang. Wer die Wilhelmshorster Kirche sucht, muss indes genauer hinschauen. Es scheint, als hätten die Erbauer sie verstecken wollen. Abseits liegt sie – am Wegesrand der Peter-Huchel-Chaussee. Geplant war das freilich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 75 Jahren wurde das Wilhelmshorster Gotteshaus eingeweiht – die Christen im Ort mussten lange daum kämpfen.<span id="more-947"></span></p>
<p>Andernorts sind die Kirchen der weithin sichtbare Blickfang. Wer die Wilhelmshorster Kirche sucht, muss indes genauer hinschauen. Es scheint, als hätten die Erbauer sie verstecken wollen. Abseits liegt sie – am Wegesrand der Peter-Huchel-Chaussee. Geplant war das freilich anders, wie eine Ausstellung der „Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte“ zeigt, die am Sonntag im Gemeindezentrum eröffnet wird. Anlass ist ein Jubiläum: Die Kirche wurde vor 75 Jahren erbaut – am falschen Platz. </p>
<p>Es gibt sie immerhin, denn auch das war nicht gewiss in einer Zeit, in der Nazis das Sagen hatten und Kirchenneubauten unerwünscht waren. Dass eine Kirche ins Dorf gehört, wusste schon Ortsgründer Wilhelm Mühler, der 1907 Parzellierungspläne für die Landhaus-Kolonie Wilhelmshorst vorlegte. Mitten in der Siedlung plante Mühler ein sechseckiges Areal – den Kirchplatz, der heute Goetheplatz heißt und der zentrale Standort fürs Gotteshaus sein sollte. </p>
<p>Es ließ aber auf sich warten, obwohl die Bewohner des wachsenden Ortes in den 1920er Jahren auf den Bau einer eigenen Kirche drängten. Doch es waren schwierige Zeiten, geprägt von Weltwirtschaftskrise und Inflation, die auch Geld des Kirchbaufonds in wertloses Papier verwandelten. Ab 1933 legten die Nazis Kirchenneubauten Steine in den Weg, weiß Rainer Paetau, Vorsitzender des Ortsgeschichtsvereins. „Um ihren entschlossenen Willen zu demonstrieren, erwarben die Wilhelmshorster Christen 1934 vorab eine 260 Kilogramm schwere Bronzeglocke.“ Was aber macht man mit einer Glocke, wenn man keine Kirche hat? Die Bewohner der Waldgemeinde hängten die Glocke zwischen zwei Kiefernstämme. Das Baum-Areal am Heidereuterweg war seinerzeit dann auch der Platz für die Gottesdienste. </p>
<p>Den Plan, die Kirche am zentralen Standort an der örtlichen Nord-Süd-Magistrale zu bauen, vereitelten die Nazis. Sie wollten die exponierte Stelle für eigene Zwecke nutzen und spielten laut Paetau mit dem Gedanken, dort ein „Adolf-Hitler-Haus“ zu errichten. „Schließlich gestatteten sie den Bau einer bescheidenen Kirche rund 100 Meter südlich des heutigen Goetheplatzes, wo ursprünglich das Pfarrhaus vorgesehen war.“ Die Predigt zur Kirchweihe eröffnete Pfarrer Bruno Haese am 23. Mai 1937 mit den Worten: „Ein Dorf ohne Kirche ist wie ein Mensch ohne Seele.“</p>
<p>Ausstellungseröffnung ist am 13. Mai, 16 Uhr, im Wilhelmshorster Gemeindezentrum. In der Kirche findet am 17. Mai, 11 Uhr, eine Andacht von Pfarrer Philip Kiril Prinz von Preußen statt. Kunsthistoriker Thomas Drachenberg referiert über den Kirchbau und dessen Architekten Winfried Wendland. </p>
<p>Quelle: <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/" title="MAZ" target="_blank">MAZ</a> &#8211; Autor: Jens Steglich</p>
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		<title>Heimatforscher auf den Spuren von Haesler</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 08:08:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Anlass des 50. Todestages des Architekten Otto Haesler unternehmen die Mitglieder des Vereins „Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte“ eine Fahrt nach Celle, einem Lebens- und Arbeitsort Haeslers. Dort wird die Otto-Haesler-Stiftung, sein Architekten-Nachlass sowie einige seiner Siedlungs-Bauten besichtigt. Ein Vertreter der Haesler-Stiftung übernimmt die Führung. Die Abfahrt von Wilhelmshorst erfolgt am Samstag, dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Anlass des 50. Todestages des Architekten Otto Haesler unternehmen die Mitglieder des Vereins „Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte“ eine Fahrt nach Celle, einem Lebens- und Arbeitsort Haeslers. Dort wird die Otto-Haesler-Stiftung, sein Architekten-Nachlass sowie einige seiner Siedlungs-Bauten besichtigt. Ein Vertreter der Haesler-Stiftung übernimmt die Führung.</p>
<p>Die Abfahrt von Wilhelmshorst erfolgt am Samstag, dem 31. März, um 8.30 Uhr. Treffpunkt ist das Wilhelmshorster Gemeindezentrum in der Dr.-Albert-Schweitzer-Straße 9-11. Die Rückkehr wird gegen 21 Uhr anzusetzen sein. Eine Beteiligung an den Fahrtkosten ist ebenso erforderlich wie eine verbindliche Anmeldung unter  033205/6 26 67. Es sind nur noch wenige freie Plätze vorhanden, die in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben werden. Wer mit dem eigenen Auto fahren möchte, ist willkommen.</p>
<p>Otto Haesler (1880 bis 1962) war ein renommierter Architekt des Neuen Bauens („Bauhaus-Stil“). Er lebte von 1953 bis zu seinem Tode in Wilhelmshorst. Sein Grab befindet sich auf dem dortigen Friedhof. </p>
<p>Quelle: <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/" title="MAZ" target="_blank">MAZ</a></p>
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		<title>Kreuz oder Hakenkreuz</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:46:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wilhelmshorst ehrt Bonhoeffer-Schüler Otto Dudzus / Der frühere Pfarrer im Ort war Mitglied der „Bekennenden Kirche“ Kirchengemeinde und die Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte widmen sich in einer neuen Ausstellung einem Mann, dessen Wirken im Ort weitgehend unbekannt ist. Die Rede ist von Otto Dudzus (1912-2000), dem Bonhoeffer-Schüler, der von 1938 bis 1942 illegal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wilhelmshorst ehrt Bonhoeffer-Schüler Otto Dudzus / Der frühere Pfarrer im Ort war Mitglied der „Bekennenden Kirche“</strong></p>
<p>Kirchengemeinde und die Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte widmen sich in einer neuen Ausstellung einem Mann, dessen Wirken im Ort weitgehend unbekannt ist. Die Rede ist von Otto Dudzus (1912-2000), dem Bonhoeffer-Schüler, der von 1938 bis 1942 illegal als Hilfspfarrer in den evangelischen Kirchengemeinden Wilhelmshorst und Langerwisch tätig war. Dudzus wäre am 4. Februar dieses Jahres 100 Jahre alt geworden.</p>
<p>Aus diesem Anlass findet morgen, 11 Uhr, ein Gedenkgottesdienst in der Wilhelmshorster Kirche statt. Im Anschluss wird eine kleine Ausstellung über Dudzus Wirken im Ort eröffnet. Die Exponate sind auch an den folgenden zwei Sonntagen, am 19. und 26. Februar, jeweils von 14 bis 17 Uhr, im Gotteshaus zu sehen.</p>
<p>„Kreuz oder Hakenkreuz“ heißt der Titel der Ausstellung, in der man auch eine Ahnung von der Spaltung der evangelischen Kirche während der Nazi-Zeit bekommt. Otto Dudzus Familiengeschichte steht exemplarisch für den Riss, der damals mitten durch die evangelische Kirche ging. Dudzus war Mitglied der „Bekennenden Kirche“, die sich gegen die nationalsozialistische Instrumentalisierung und „Gleichschaltung“ wehrte, sagt Rainer Paetau, Vorsitzender des Vereins „Freunde der Wilhelmshorster Ortsgeschichte“. Innerhalb der Kirche waren die NS-orientierten „Deutschen Christen“ die Gegenspieler, die für „Kreuz und Hakenkreuz“ eintraten und zu denen auch Dudzus Bruder Wilhelm gehörte.</p>
<p>Wilhelm Dudzus überführte die christlichen Jugendverbände in die Hitlerjugend. „Und er war auch ein Spitzel, der für die Nazis die ’Bekennende Kirche’ ausspionierte“, weiß Paetau. Wilhelm Dudzus soll zudem dafür gesorgt haben, dass Dietrich Bonhoeffer, einer der profiliertesten Vertreter der „Bekennenden Kirche“, seine Lehrerlaubnis verlor. Otto Dudzus hingegen hatte in Berlin bei Bonhoeffer Theologie studiert. „Er ist von Bonhoeffer bekehrt worden und hielt seinem Lehrer über dessen Hinrichtung im April 1945 im KZ Flossenbürg hinaus die Treue“, sagt Rainer Paetau. Dudzus war später Mitherausgeber und Verfasser zahlreicher Bücher über Dietrich Bonhoeffer.</p>
<p>Nach Wilhelmshorst kam Otto Dudzus 1938. Hier widersetzte er sich Anordnungen des Evangelischen Konsistoriums, das seinerzeit von den „Deutschen Christen“ beherrscht wurde. „Als illegaler Pfarrer hatte er kein Einkommen und musste sich vorwiegend von Spendengeldern ernähren“, so Paetau.</p>
<p>Nach dem Krieg war Dudzus von 1954 bis zu seiner Pensionierung 1980 Pfarrer in Köln-Lindenthal. Den Kontakt zu seinem einstigen Pfarrsprengel gab er aber nie auf.</p>
<p>Nach dem Mauerbau 1961 entstand dank ihm eine enge Partnerschaft zwischen den Gemeinden Köln-Lindenthal und Wilhelmshorst-Langerwisch. Dudzus sorgte nicht nur dafür, dass Weihnachten Pakete in den „Osten“ geschickt wurden. Mit Spendengeldern der Kölner Partnergemeinde konnte zum Beispiel auch die Sanierung des Langerwischer Pfarrhauses finanziert werden. Die Dachziegel fürs Pfarrhaus ließ er per Lastkraftwagen nach Langerwisch transportieren.</p>
<p>Für die Ausstellung, die am morgigen Sonntag eröffnet wird, haben sich die Heimatforscher auf Recherchen in Archiven in Köln, Berlin und Wilhelmshorst gestützt. In Dudzus Nachlass haben sie auch Kopien von handschriftlichen Predigten gefunden, die er in seiner Wilhelmshorster Zeit gehalten hat.</p>
<p>Zu Otto Dudzus Rolle während der Nazi-Zeit sagt Historiker Rainer Paetau: „Wir müssen dankbar sein, dass es solche Persönlichkeiten gegeben hat, und zwar hier vor Ort.“ (Von Jens Steglich)</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/" title="MAZ" target="_blank">MAZ</a></p>
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		<title>„Grüße aus der Sommerfrische“</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 09:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 19. 11. 2011 lud der Verein Freunde und Förderer der Ortsgeschichte Wilhelmshorst, in das Gemeindezentrum Wilhelmshorst ein. Die Ausstellung von alten Ansichtskarten aus dem Ort mit „Grüßen aus der Sommerfrische“ wurde um 16:00 Uhr von Wolfgang Linke eröffnet. Herr Tanner, maßgeblich an der Ausstellung beteiligt, übernahm dann die Moderation und erklärte den Zuschauern die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. 11. 2011 lud der Verein Freunde und Förderer  der Ortsgeschichte Wilhelmshorst, in das Gemeindezentrum Wilhelmshorst ein. Die Ausstellung von alten Ansichtskarten aus dem Ort mit „Grüßen<br />
aus der Sommerfrische“ wurde um 16:00 Uhr von Wolfgang Linke eröffnet. Herr Tanner, maßgeblich an der Ausstellung beteiligt, übernahm dann die Moderation und erklärte den Zuschauern die Geschichte zu den Ansichtskarten.<br />
Selbst aus den Jahren 1917 waren Karten zu sehen und die Zeitreise wurde deutlich, indem in den Kriegsjahren das Papier von sehr schlechter Qualität war. Amüsant zu sehen, das teilweise die Karten, zum Beispiel &#8220;Winter in Wilhelmshorst&#8221;, so zu sagen „nachgezeichnet“ wurden. Vielleicht war auch schon früher der Winter nicht immer<br />
zauberhaft, wie Herr Tanner zu erzählen wusste. Auch konnte er berichten, dass es Karten gibt, die der Verreisende aus der Heimat Wilhelmshorst mitnahm, um sie dann seinen Lieben nach Hause, nach Wilhelmshorst, schickte.<br />
Spannend zu hören, dass auch eine Karte gezeigt wird, die nicht den direkten Standort und Schreiber bekannt geben. Und die Vermutung einer Liebschaft, ein Schmunzeln auf die anwesenden Gesichter zauberte.<br />
Wieder eine gelungen Präsentation des Vereins und ansehenswert, zumal eventuell jemand ja doch das Geheimnis der Dame lüften könnte.</p>
<pre>Marianne Herrmann - Quelle: <a title="Märkischer Bogen" href="http://http://www.maerkischer-bogen.de/" target="_blank">Märkischer Bogen</a></pre>
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		<title>Historische Postkarten zeigen Wilhelmshorst als Erholungsort – mit mancher Schummelei</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 15:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[40 historische Postkarten aus der Vorkriegszeit sind im Gemeindezentrum Wilhelmshorst ausgestellt. Die Ansichten zeigen Wilhelmshorst als Ausflugziel vor den Toren Potsdams. „Damals ist für die Werbung auch schon geschummelt worden“, so Ausstellungsmacher Volker Tanner vom Verein der Freunde der Wilhelmshorst Ortsgeschichte. Die Aufnahmen stammen von der Kaiserzeit bis zu den Tagen vor Ausbruch des 2. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>40 historische Postkarten aus der Vorkriegszeit sind im Gemeindezentrum Wilhelmshorst ausgestellt. Die Ansichten zeigen Wilhelmshorst als Ausflugziel vor den Toren Potsdams. „Damals ist für die Werbung auch schon geschummelt worden“, so Ausstellungsmacher Volker Tanner vom Verein der Freunde der Wilhelmshorst Ortsgeschichte. Die Aufnahmen stammen von der Kaiserzeit bis zu den Tagen vor Ausbruch des 2. Weltkrieges. Einzelne Ortsansichten sind handkoloriert, andere Karten mit Villen schimmern bläulich oder gelbbraun.</p>
<p>Den Originalfarbton hat Volker Tanner beim Bearbeiten beibehalten, das Format hat er vierfach vergrößert: So lassen sich Details erkennen und handschriftliche Anmerkungen auf der Vorderseite leichter lesen. Das Lesen allerdings ist eine Herausforderung: Damals wurde noch in deutscher Schrift geschrieben, die heute kaum noch jemand kennt.</p>
<p>In den beiden Räumen im Gemeindehaus werden alte Anekdoten lebendig. Während der Eröffnung am Wochenende erkannte eine Besucherin eine längst geschlossene Gaststätte als den Ort, an dem ihre Eltern heirateten. Andere Einheimische sahen sich die Architektur an und überlegten, wer da früher wohnte und was wohl aus den Herrschaften geworden ist.</p>
<p>Touristische Motive bilden den größten Teil der reproduzierten Ansichtskarten. Wie heute dienten sie der Werbung: Wilhelmshorst als Ort vor den Toren Berlins und Potsdams. Wilhelmshorst als Hort der Sommerfrischler mit dem Irissee und dem Irisgrund. Zwei Aufnahmen wollen den Ort sogar als Wintersport-Paradies präsentieren. „In den Bergen“ lauten die Aufschriften auf den Karten von 1935 und 1936. „Wilhelmshorst bei Potsdam. Das ideale Ski- und Rodelgebiet.“ Die Bäume sind eingeschneit, die Wege weiß, dort verschnaufen Skifahrer, da rodeln Steppkes bergab. „Da wurde schon gemalt“, weist Volker Tanner auf die Jungen hin: „Die Mützen sind nicht echt.“</p>
<p>Aus seiner viel umfangreicheren Sammlung hat der Wilhelmshorster Informatiker die 40 Motive ausgewählt. „Meine Frau stammt aus Wilhelmshorst“, sagt Tanner. Vor 21 Jahren ist auch er aus Potsdam „aufs Land“ gezogen. Sein Interesse an historischen Karten habe „mit der ersten Postkarte, die ich geschenkt bekommen habe“ begonnen. Er findet die Karten des Irissees sehr attraktiv und sieht darin auch heute eine Aufgabe für den Heimatverein. Die 60 Mitglieder interessieren sich nämlich für die Wiederherstellung einer Freilichtbühne am See.</p>
<p>Zur Ausstellung ist ein kleiner Band mit den Reproduktionen erschienen. „Gruß aus der Sommerfrische. Wilhelmshorst auf alten Ansichtskarten“ heißt die zweite Veröffentlichung aus der Reihe zur Wilhelmshorster Ortsgeschichte. Für 20 Euro ist der Bildband in der Ausstellung erhältlich oder unter wilhelmshorst-online.de bestellbar. Band 1, „Wilhelmshorster Werbung“, kann auf demselben Wege bestellt werden. <em>Thomas Wendel</em></p>
<p><em></em>Zu sehen sind die Postkarten noch am kommenden Samstag, 26. November, von 14 bis 18 Uhr, Albert-Schweitzer-Str. 9.</p>
<p>von Thomas Wendel<br />
Quelle: <a title="PNN" href="http://www.pnn.de" target="_blank">PNN</a></p>
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		<title>Ortshistoriker zeigen alte Ansichtskarten aus den Anfangsjahren von Wilhelmshorst</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 09:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Als an SMS-Nachrichten via Handy noch nicht zu denken war, gab es ein besonders schönes Kommunikationsmittel zwischen den Menschen: die Ansichtskarte. Von Reisen, Ausflügen und Restaurantbesuchen wurde sie mit der Post an Verwandte, Freunde und Bekannte verschickt – gern auch mal für eine Kurzmitteilung, schließlich war auch das gewöhnliche Telefon auf dem Lande vor 1930 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als an SMS-Nachrichten via Handy noch nicht zu denken war, gab es ein besonders schönes Kommunikationsmittel zwischen den Menschen: die Ansichtskarte. Von Reisen, Ausflügen und Restaurantbesuchen wurde sie mit der Post an Verwandte, Freunde und Bekannte verschickt – gern auch mal für eine Kurzmitteilung, schließlich war auch das gewöhnliche Telefon auf dem Lande vor 1930 und auch später noch nicht besonders verbreitet. Ansichtskarten waren seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert und vor allem im 20. Jahrhundert groß in Mode – auch im 1907 gegründeten Wilhelmshorst vor den Toren Berlins.</p>
<p>„Hier waren es vor allem die Bewohner selbst, ihre Gäste und Ausflügler aus der Großstadt, die Bild-Postkarten von Wilhelmshorster Ansichten mit ’Grüßen aus der Sommerfrische’ in die Welt hinaus schickten“, weiß Rainer Paetau, Vorsitzender der Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte.</p>
<p>Der Verein hat eine Postkarten-Sammlung mit Ortsansichten zusammengestellt und eine Ausstellung organisiert, die am Samstag, dem 19. November, im Wilhelmshorster Gemeindezentrum eröffnet wird. Zu sehen sind Ansichtskarten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in fotografischer Vergrößerung.</p>
<p>Seinerzeit wurden natürlich die schönsten Seiten des Ortes auf den Karten festgehalten. Hauptmotive sind etwa Landhäuser in Wilhelmshorst, der Irissee oder Gasthäuser. Solche oft verwendeten Bilder des Ortes „haben sich in das öffentliche Bewusstsein ’eingebrannt’, sind in der kollektiven Erinnerung bis heute präsent und damit zu Ikonen des Ortsbildes geworden“, sagt Paetau.</p>
<p>Ein Beispiel dafür ist das Restaurant „Hammer“. Die Alt-Wilhelmshorster kennen das typische Ausflugslokal noch aus ihrer Kindheit. „Wenn das Stichwort fällt, funkeln die Augen.“ Im „Hammer“ wurde gefeiert, dort gingen vornehmlich an den Wochenenden auch Berliner Ausflugsgäste ein und aus.</p>
<p>Info Die Ausstellung im Gemeindezentrum, Albert-Schweitzer -Straße 9-11, wird am 19. November, 16 Uhr, eröffnet. Zu sehen ist sie zudem am 20. und 26. November von 14 bis 18 Uhr.</p>
<p>Jens Steglich,  Quelle <a title="MAZ" href="http://http://maerkischeallgemeine.de/" target="_blank">MAZ</a></p>
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		<title>Nacht der Ortsgeschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 07:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte e.V. hatten gleich mehrfach Grund zu Freude. Im Rahmen des Wilhelmshorster Sommerfestes 2011 begangen sie ihr zehnjähriges Bestehen und Dr. Rainer Paetau als Vorsitzender des Vereins ist mit dem Blumenstrauß des Monats für sein ehrenamtliches Engagement geehrt worden. Da Ortshistoriker nicht nur feiern können, haben sie gleich eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte e.V.  hatten gleich mehrfach Grund zu Freude. Im Rahmen des Wilhelmshorster Sommerfestes 2011 begangen sie ihr zehnjähriges Bestehen und  Dr. Rainer Paetau als Vorsitzender des Vereins ist mit dem Blumenstrauß des Monats für sein ehrenamtliches Engagement geehrt worden.<br />
<span id="more-836"></span><br />
Da Ortshistoriker nicht nur feiern können, haben sie gleich eine ganze Nacht der Ortsgeschichte organisiert.  Die Eröffnung  der Ausstellung „Zur Geschichte des NVA-Grenztruppenlagers mit Hundeschule (ehemals Sago-Gelände)“ war Startschuss für einen  ereignisreichen Abend.</p>
<p>Auf Plänen und Fotos ist der damalige und heutige Zustand des Geländes an der B2 dargestellt. Ausgehend vom Lager für Arbeiter, die den Bau des südlichen Berliner Außenrings zwischen Saarmund und Golm mit der Querung des Templiner Sees vollendeten, über das Versorgungslager für die Grenztruppen bis zur Hundeschule zur Sicherung des Grenzregimes an der Berliner Mauer ließ sich lokale Geschichte im Kontext zur „Großen Geschichte“ beispielhaft  einordnen . Dr. Axel  Klausmeier von der Stiftung Berliner Mauer referierte vor einem überfüllten Auditorium kenntnisreich über die Funktion des Sago-Geländes als Versorgungslager der  Grenztruppen zur Aufrechterhaltung und reibungslosen Funktionierens des Grenzregimes.</p>
<p>Protestplakate aus den Jahren 1990/91, als Wilhelmshorster erfolglos versuchten das 1957 der Stadt Potsdam zugeschlagene Sago-Gelände an die Gemeinde Wilhelmshorst rückübertragen zu lassen, übergab Dr. Klaus-Peter Anders an die Ortshistoriker. </p>
<p>Rainer Paetau warb einmal mehr für die Wiedererstellung der seit den 1930er Jahren verfallenen  Gessnerschen Seeterrassen am Irissee.  Das vorgestellte Modell einer Informationstafel der Fa. MAWA-Design aus Langerwisch könnte bald Wirklichkeit werden und die Wilhelmshorster und ihre Gäste von der Schönheit des damaligen und vielleicht auch wieder zukünftigen Aussehens begeistern.</p>
<p>Andrea Alms nutzte die sich bietende Gelegenheit und überreichte an Dr. Paetau den Blumenstrauß des Monats der Landtagsabgeordneten Susanne Melior für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu Gunsten der Ortsgeschichte.</p>
<p>Mit einem Glas Sekt stießen die Vereinsmitglieder und ihre zahlreich erschienen Gäste auf die mit Stolz vorzeigbaren Ergebnisse der vergangenen zehn Jahre und auf eine erfolgreiche Zukunft des Geschichtsvereins an.</p>
<p>Nach einem leckeren Buffet war es endlich dunkel genug, zum Spaziergang rund um den illuminierten Irissee. Festlich beleuchtete Villen am See, romantisch angestrahlte efeuberankte Bäume  und musikalische Überraschungen verzauberten die Besucher und ließen sie die auch begeistert erschienenen Mücken bald vergessen.</p>
<p>Mit guten Gesprächen und schmackhaften BIO-Bier aus der Brauerei im Forsthaus Templin klang dieser herrliche Sommerabend aus und ließ die Hoffnung auf eine neuerliche Nacht der Ortsgeschichte in den kommenden Jahren aufkommen.</p>
<p>Ein besonderer Dank gilt all den fleißigen Helfern  im Hintergrund, wie Detlev Gross für die musikalische Umrahmung, unserer  Feuerwehr,  dem Elektromeister Wolfgang Vogel, den Anwohnern, die die Nacht der Ortsgeschichte so wunderbar unterstützt haben und den vielen hier ungenannten , ohne die solch ein Abend nicht möglich wäre.  </p>
<p>Volker Tanner</p>
<p><a href="http://www.maerkischer-bogen.de/" title="Märkischer Bogen" target="_blank">Märkischer Bogen</a> 9/2011</p>
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		<title>Nacht der Ortsgeschichte</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 17:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Irissee-Terrassen sollen wiederhergestellt werden / Anschubfinanzierung über Denkmalfonds Für die Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte gibt es am morgigen Abend gleich zwei Anlässe, um zu einer Nacht der Ortsgeschichte einzuladen. Zum einen können die Ortshistoriker auf ihr zehnjähriges Wirken zurückblicken, zum anderen gibt es ein weiteres Jubiläum zu feiern: 1911, also vor 100 Jahren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Irissee-Terrassen sollen wiederhergestellt werden / Anschubfinanzierung über Denkmalfonds</strong> Für die Freunde<br />
und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte gibt es am morgigen Abend gleich zwei Anlässe, um zu einer Nacht der Ortsgeschichte einzuladen. Zum einen können die Ortshistoriker auf ihr zehnjähriges Wirken zurückblicken, zum anderen gibt es ein weiteres Jubiläum<br />
zu feiern: 1911, also vor 100 Jahren, legte der Berliner Architekt Albert Gessner seinen Plan für Wilhelmshorst-Süd vor, das im Stile einer Gartenstadt und Landhauskolonie entstand.<span id="more-824"></span><br />
Zwar gilt 1907 als eigentliches Geburtsdatum für Wilhelmshorst, da in dem Jahr der Bau des Nordteils nach einem Parzellierungsplan des Kaufmannes Wilhelm Mühler begann. Für Rainer Paetau, Vorsitzender des Ortsgeschichtsvereins, ist Wilhelmshorst-Süd aber der städtebaulich und kulturhistorisch interessantere Teil. Die Häuser, die Gessner selbst baute, stehen alle unter Denkmalschutz. Außerdem ist das Gessnersche Ensemble als Flächendenkmal unter Schutz gestellt, weiß Paetau. Das ist ein Gebiet, das vom Irisgrund über den Irissee bis zum Bahnhof reicht.<br />
Am Freitag will der Wilhelmshorster Geschichtsverein ab 20.30 Uhr mit Illuminationen rund um den Irissee an Gessner erinnern. Und der Verein will einen verlorenen Schatz zurück in den Ort holen. Gessners Werk hat im Verein und bei engagierten Bürgern die<br />
Vision reifen lassen, die ehemaligen Irissee-Terrassen mittelfristig wieder herzustellen, sagte Paetau. Sie sind in der Kriegs- und Nachkriegszeit verfallen und schließlich ganz verschwunden.<br />
Heute ist von den Gessnerschen Seeterrassen nichts mehr zu sehen. Bis zur 111-Jahrfeier von Wilhelmshorst im Jahr 2018 so die Vision sollen sie wieder am Südufer des Irissee angelegt sein. Die Terrassen sind neben der Rettung der alten Schulküche eines der beiden größeren Projekte, die sich die Freunde und Förderer der Ortsgeschichte auf die Fahnen geschrieben haben. Für die Anschubfinanzierung<br />
hatte der Verein einen Denkmalfonds gegründet. Wenn der Plan umgesetzt wird, hätte Wilhelmshorst mit den Seeterrassen zugleich eine Naturbühne, die für Kulturveranstaltungen wie Theateraufführungen und Konzerte genutzt werden kann.<br />
Damit sich Einheimische und Besucher schon vorher ein Bild von den Irissee-Terrassen machen können, plant der Verein eine Informationstafel. Sie soll 2012 an der Stelle, wo sich die Terrassen befanden, aufgestellt werden, wenn die Gemeinde dem zustimmt, so Paetau. Auf der Tafel, so der Plan, wird dann auch ein historisches Foto von den Irissee-Terrassen zu sehen sein.<br />
Die Nacht der Ortsgeschichte an diesem Freitag startet 18.30 Uhr zunächst aber mit der Eröffnung der Fotoausstellung über das Lager der Grenztruppen auf dem ehemaligen Sago-Gelände.<br />
Dort wurden in den 1980er Jahren auch Hunde für den Einsatz an der Berliner Mauer und der deutsch-deutschen Grenze ausgebildet (MAZ berichtete).<br />
Die Ausstellung wird im Wilhelmshorster Gemeindezentrum in der Albert-Schweitzer-Straße 9-11 eröffnet. Nach einem Imbiss sind ab 20.30 Uhr die Illuminationen rund um den Irissee zu sehen. Treffpunkt ist am Südende des Sees (Irisgrund/Rosenweg). Der Abend klingt 21.30 Uhr in geselliger Gesprächsrunde bei Wein, Wasser, Bier und Brezeln am Gemeindezentrum aus, das ebenfalls angeleuchtet sein wird.</p>
<p><em>Von Jens Steglich</em></p>
<p>Quelle: <a href="http://maerkischeallgemeine.de/" title="MAZ" target="_blank">MAZ</a></p>
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		<title>Wilhelmshorster Historiker erkundeten die Geschichte des „Sago-Geländes“ und zeigen die Funde in einer Ausstellung</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 13:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wohnten die Wilhelmshorster weit genug entfernt, um unmittelbar mit dem Grenzregime in Berührung zu kommen. Und doch gibt es vor den Toren des Ortes ein Areal, das zur Infrastruktur gehörte, die sich die DDR für ihr Grenzsystem hielt. Die Rede ist vom „Sago-Gelände“ an der B 2, das der Volksmund so nennt, weil dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wohnten die Wilhelmshorster weit genug entfernt, um unmittelbar mit dem Grenzregime in Berührung zu kommen. Und doch gibt es vor den Toren des Ortes ein Areal, das zur Infrastruktur gehörte, die sich die DDR für ihr Grenzsystem hielt. Die Rede ist vom „Sago-Gelände“ an der B 2, das der Volksmund so nennt, weil dort Mitte der 1950er Jahre die Baracken der Bauarbeiter standen, die den Eisenbahndamm über den Templiner See und den Abschnitt des Berliner Außenrings zwischen Saarmund und Golm (kurz: Sago) bauten.<br />
<span id="more-818"></span><br />
Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 nahm allerdings die NVA das Gelände in Beschlag und richtete ein zentrales Lager zur Versorgung der Grenztruppen ein.</p>
<p>Ein halbes Jahrhundert später gingen die Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte auf dem verwilderten Gelände auf Spurensuche und sprachen mit Zeitzeugen. Ergebnis ist eine Ausstellung, die am Freitag, dem 19. August, 18.30 Uhr, im Gemeindezentrum in der Dr.-Albert-Schweitzer-Straße 9–11 eröffnet wird. Für die Schau gibt es gleich zwei Anlässe: der 50. Jahrestag des Mauerbaus und der zehnte Geburtstag des Wilhelmshorster Geschichtsvereins, der an dem Abend gefeiert wird. In der Ausstellung, die auch am 20. August, 14 bis 17 Uhr, offen steht, sind alte Planzeichnungen und Fotos zu sehen, die zeigen, was auf dem Kasernengelände untergebracht war und davon heute noch sichtbar ist.</p>
<p>Ab 1984 bis 1990 erfolgte dort auch die Ausbildung von Diensthundeführern der Grenztruppen, die an der Berliner Mauer und an der DDR-Grenze zur Bundesrepublik eingesetzt wurden, weiß Rainer Paetau, Vorsitzender der Freunde und Förderer der Ortsgeschichte. Etwa 250 Hunde waren auf dem Sago-Gelände untergebracht, um sie für den Einsatz im „Todesstreifen“ abzurichten. Für die Hunde waren sogar eine Futterküche, eine Veterinär- und eine Seuchenbekämpfungsstation eingerichtet worden. Um Seuchen zu verhindern, gab es am Eingang eine Seuchenwanne – gefüllt mit Desinfektionsmittel – durch die Fahrzeuge rollen mussten, die auf das Areal wollten oder es verließen.</p>
<p>Das Grenztruppenlager, das Mitte der 1980er Jahre durch ein „automatisiertes Hochregallager“ im nahen Neuseddin ergänzt wurde, war zu der Zeit größter Arbeitgeber in Wilhelmshorst, sagt Paetau.</p>
<p>Laut Verleger Klaus-Peter Anders, Chef des Märkischen Verlags in Wilhelmshorst, firmierte das Lager zu DDR-Zeiten postalisch als „Wilhelmshorst 2“ mit eigenem Postamt und Stempel. Neben den Arbeitsplätzen gab es eine weitere Verbindung zum Ort – auf dem Gelände stationierte Langzeitsoldaten verstärkten die Wilhelmshorster Fußballmannschaft, die dadurch erfolgreich in der Kreisklasse spielte, so Anders. Dabei hatte sich die Stadt Potsdam das Wilhelmshorster Areal schon 1958 einverleibt, musste es kurz darauf aber den Grenztruppen zur Verfügung stellen. </p>
<p>Von Jens Steglich </p>
<p><a href="http://www.maerkischeallgemeine.de" title="Märkische Allgemeine" target="_blank"><em>Quelle: Märkische Allgemeine</em></a></p>
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		<title>Tour über das „Sago-Gelände“ an der B 2</title>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2011 06:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Anlass des 50. Jahrestages des Mauerbaus in Berlin planen die Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte eine Ausstellung über das Lager der DDR-Grenztruppe auf dem sogenannten Sago-Gelände an der B 2 vor den Toren Wilhelmshorsts. Die Ausstellung soll am 19. August im Wilhelmshorster Gemeindezentrum eröffnet werden – im Rahmen eines kleines Festes zum zehnjährigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Anlass des 50. Jahrestages des Mauerbaus in Berlin planen die Freunde und Förderer der Wilhelmshorster Ortsgeschichte eine Ausstellung über das Lager der DDR-Grenztruppe auf dem sogenannten Sago-Gelände an der B 2 vor den Toren Wilhelmshorsts. Die Ausstellung soll am 19. August im Wilhelmshorster Gemeindezentrum eröffnet werden – im Rahmen eines kleines Festes zum zehnjährigen Bestehen des Ortsgeschichtsvereins.<br />
<span id="more-809"></span><br />
Zur Vorbereitung und Einführung in das Thema bieten die Heimatforscher zu Sonntag, dem 29. Mai, eine Besichtigung des „Sago-Geländes“ an. Treffpunkt ist 10.15 Uhr am Eingangstor zum Areal an der B 2.<br />
<strong><br />
Ein Zeitzeuge führt über das Gelände</strong></p>
<p>Laut Veranstalter sind aufgrund der großen Nachfrage nur noch wenige Plätze frei. Geführt wird die Tour über das Gelände von einem Vertreter des Eigentümers, der brandenburgischen Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), sowie von einem Zeitzeugen, der vor 1990 dort als Abteilungsleiter tätig war. Die Veranstalter weisen daraufhin, dass das Betreten des Geländes auf eigene Gefahr erfolgt.</p>
<p>Das Areal „steht im Kontext der Ortsgeschichte, weil es bis 1958 zum Gebiet der damaligen Gemeinde Wilhelmshorst gehörte“, weiß Rainer Paetau, Vorsitzender der Freunde und Förderer der Ortsgeschichte. Außerdem arbeiteten dort eine Reihe von Bürgern des Ortes in Zivil oder als Militärangehörige.</p>
<p>Das Gebiet ist im Volksmund als „Sago-Gelände“ bekannt, weil dort Mitte der 1950er Jahre die Baracken der Bauarbeiter standen, die den Eisenbahndamm über den Templiner See und den Abschnitt des Berliner Außenringes zwischen Saarmund und Golm – kurz „SaGo“ – bauten.</p>
<p><strong>Hier wurden Schäferhunde der Grenztruppen abgerichtet</strong></p>
<p>Nach Fertigstellung des Bauwerks verleibte sich die Stadt Potsdam das Gelände ein, musste es aber kurz darauf den NVA-Grenztruppen zur Verfügung stellen. Seit dem Mauerbau 1961 befand sich auf dem Areal ein zentrales Lager zur Versorgung der Grenztruppen. Dort waren auch „die berüchtigten Schäferhunde der Grenztruppen untergebracht, die hier von Diensthundeführern für ihren Einsatz im ’Todesstreifen’ abgerichtet wurden“, sagt Paetau.<br />
<em><br />
Quelle: <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de" Target="_blank">MAZ</a> &#8211; Jens Steglich</em></p>
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